„Demokratie leben!“ ist ein Programm des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ). Das Programm hat drei übergeordnete Ziele:



Auf der kommunalen Ebene ergeben sich daraus 6 Ziele, die im Förderzeitraum die Demokratie vor Ort stärken solle:
Diese Ziele werden durch die finanzielle Förderung von Projekten von Projektträgern, die Durchführung eigener Projekte, Bereitstellung fachlicher und wissenschaftlicher Expertise und Vernetzung auf Bundes- sowie Landesebene verfolgt. In Gladbeck wirkt das Programm „Demokratie leben!“ durch die sogenannte Partnerschaft für Demokratie (PfD). Das Programm „Demokratie leben!“ teilt sich dazu in folgende Einrichtungen, Gremien, Institutionen, Foren und Vereinigungen auf:
Die Gladbecker Partnerschaft für Demokratie (PfD) ist ein freiwilliger Zusammenschluss von Vereinen, Trägern, Einrichtungen und Akteur:innen aus Bildung, Kultur, Wirtschaft, Verwaltung und Interessenvertretung.
Sie bildet das Netzwerk derer, die die Programmziele von „Demokratie leben!“ aktiv umsetzen und fördern wollen.
Alle Mitglieder verpflichten sich zur Wahrung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Eine Erklärung gemeinsamer Grundsätze findet sich in unserem Leitbild.
Sprecher:innen der PfD nehmen zudem an regionalen sowie überregionalen Vernetzungstreffen teil.
Das Jugendforum ist das jährliche Zusammentreffen junger Gladbecker:innen zum gemeinsamen Austausch und politischen Engagement innerhalb von “Demokratie leben!”. Unterstützt vom Jugendrat der Stadt Gladbeck, ist das Jugendforum der wesentliche Beteiligungsort für junge Menschen, um auf die Ausrichtung und Strategie der Umsetzung von „Demokratie leben!“ in Gladbeck einzuwirken. Innerhalb des Jugendforums bilden sich Arbeitsgruppen, aus denen heraus die Gladbecker Jugend eigene Projektideen auf den Weg bringt. Hierfür steht ein eigener Jugendfond zur Verfügung.
Die jährliche Demokratiekonferenz ist die Zusammenkunft der Partnerschaft für Demokratie (PfD). Sie bietet Gelegenheit zu Austausch und Netzwerkarbeit sowie auch zur Beteiligung der Netzwerkpartner:innen an der strategischen Ausrichtung der Programmumsetzung in Gladbeck.
Der Begleitausschuss (BAS) ist das zentrale Gremium der PfD in Gladbeck. Er setzt sich mehrheitlich aus Vertreter:innen der Zivilgesellschaft zusammen sowie aus einer Vertretung der öffentlichen Verwaltung (Ämternetzwerk), Vertretungen des Jugendforums sowie einem beratenden Beisitz der politischen Fraktionen des Stadtrates. Alle Projektanträge durchlaufen den Begleitausschuss und werden dort geprüft, um eine Förderung empfehlen zu können. Die strategische Ausrichtung der Programmumsetzung wird ebenfalls vom Begleitausschuss festgelegt. Grundlage bilden die Ergebnisse der Demokratiekonferenz, des Jugendforums sowie der regionalen sowie überregionalen Vernetzungstreffen der PfD.
Die Koordinierungs- und Fachstelle (KuF) ist die Kontakt- und Beratungsstelle für alle Projektideen und -anträge. Sie begleitet alle Projekte bei der Antragstellung und stellt dabei die Einhaltung der Programmvorgaben sicher. Die KuF plant und moderiert Jugendforum und Demokratiekonferenz und koordiniert die Arbeit des Begleitausschusses. Auch die Öffentlichkeitsarbeit auf Stadtebene über Website, Newsletter und Social Media liegt in den Händen der KuF. Zudem plant und organisiert sie Einzelmaßnahme. Die Stelle wird durch die rebeq GmbH besetzt – einem regionalen Bildungs- und Qualifizierungsträger und Tochter AWO Münsterland.
Das Ämternetzwerk (ÄN) unterstützt die KuF in ihrer Projektberatung und fungiert als Verwaltungslotse. Es hilft dabei, dass Projektanträge den Verwaltungsanforderungen gerecht werden und berät hinsichtlich der Projektumsetzung. Das Ämternetzwerk wird durch das Amt für Kommunikation und Stadtmarketing (Dezernat I), das Amt für öffentliche Ordnung, das Kulturamt (beide Dezernat III) sowie das Dezernat IV für Jugend und Bildungsplanung besetzt.
Das federführende Amt ist der Anker des Programms innerhalb der Stadtverwaltung. Es übernimmt Prüfungs-, Dokumentations- und Finanzierungsaufgaben. Es beantragt genehmigte Projektmittel bei der Programmstelle des Bundesministeriums und stellt diese den Projektträgern zur Verfügung. Das federführende Amt ist in der Stabsstelle Zukunft (StA.02/3) des Amtes für Kommunikation und Stadtmarketing verortet. Es arbeitet direkt mit der Koordinierungs- und Fachstelle (KuF) zusammen.
Im Rahmen des Programms können Fördermittel des Bundes zur Umsetzung von Projekten beantragt werden. Antragstellende sind dabei Akteur:innen der Zivilgesellschaft – z.B. Vereine – die gemeinnützig tätig sind und denen eine Umsetzung zuzutrauen ist. Aber auch Privatpersonen können eigene Projektideen in Kooperation mit förderfähigen Projektträgern umsetzen.
Damit die vielen, tollen Projektideen auch ihre Wirkung entfalten können, beraten wir schon ab der ersten Idee. Ziel ist, spannende Projekte förderfähig und maximal wirksam zu machen. Kontaktieren Sie uns also gerne!
Im Zuge einer Situations- und Ressourcenanalyse, werden Potentiale und Herausforderungen für Gladbeck in Bezug auf Demokratieförderung identifiziert. Die Erkenntnisse und Ergebnisse dieser Analyse fließen dann in die Projektberatung ein. Die Analyse entsteht in Kooperation mit Forschenden aus relevanten Fachbereichen.
Begleitausschuss sowie Koordinierungs- und Fachstelle können auch selbst, mit eigenen Projekten und Maßnahmen, tätig werden. Dafür gibt es ein eigenes Budget. So kann flexibel auf Bedarfe und Herausforderungen reagiert werden.
Demokratie ist Zusammenarbeit. Diese wollen wir aktiv fördern – für Erwachsene und speziell auch Jugendliche. Durch Netzwerk-Veranstaltungen, Öffentlichkeitsarbeit und Beratungen werden engagierte Aktuer:innen zusammengebracht, um gemeinsam noch mehr Wirkung in ihrem Engagement für die Demokratie in Gladbeck entfalten zu können.
Lokale Akteur:innen dürfen nicht aufgrund ihres Engagement für Demokratie in Gefahr geraten. Dazu benötigt es ein belastbares Konzept, welches Schutz vor Anfeindungen und Gewalt bietet. Auf Grundlage der Situations- und Ressourcenanalyse entwickeln wir ein Handlungskonzept, welches lokale Aktuer:innen vernetzt, an externe Kontakt- und Beratungsstellen anbindet, Sensibilisierung und Fortbildung fördert und so Handlungsfähigkeit gegenüber demokratiefeindlichen Phänomenen sicherstellt.
Auf jeder Programmebene von „Demokratie leben!“ wird wichtige Arbeit zur Stärkung unserer Demokratie geleistet. Wir erhalten auf regionaler sowie überregionaler Ebene viele Möglichkeiten für fachliche Beratung, Austausch, Fortbildung und wissenschaftliche Begleitung, um das Engagement hier in Gladbeck noch besser fördern zu können.